Narkose München
Wir sind eine langjährig etablierte Praxis im Bereich der ambulanten Narkose.
Informationen für Patienten
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,
auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über die wichtigsten Details einer Narkose informieren und Ihnen mögliche Ängste oder Sorgen nehmen. So bieten wir Ihnen auf Wunsch etwa auch EEG-gesteuerte Narkosen an.
Bei Fragen oder für weitere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf!

Narkoseverfahren
Wir verwenden die modernsten Narkosemittel, die sehr gut verträglich sind und nach kurzer Zeit wieder ausgeschieden werden

Kindernarkose
Wenn möglich erklären Sie Ihrem Kind in einfachen Worten, dass wir so etwas wie das Sandmännchen sind

Risiken
Ausführliche, allgemein verständliche Information, Fragen und Antworten rund um das Thema Anästhesie

IgeL und Honorarleistungen
Informationen zu den von uns angebotenen individuellen Gesundheitsleistungen (IgeL) und gesonderten Honorarleistungen
Narkoseverfahren
Das Wort Narkose stammt aus dem Griechischen, „narkotikós“ und „narke“ bedeutet soviel wie „Betäuben“ oder „Schläfrigkeit“. Anästhesie (aisthesis) bedeutet Empfindungslosigkeit. Das heißt, wir können die Schmerzen bei Ihrer Untersuchung oder Ihrem Eingriff durch verschiedene Betäubungsverfahren bei unterschiedlichen Bewusstseinszuständen ausschalten. Diese Narkose-Verfahren lassen sich auch miteinander kombinieren. Dabei ist immer ein Venenzugang notwendig, über den sowohl Flüssigkeit, als auch Schmerz- und Schlafmittel und zusätzlich notwendige Medikamente gegeben werden können. Bei jedem Verfahren werden alle wichtigen Körperfunktionen ständig überwacht. Wir verwenden die modernsten Narkosemittel, die in der Regel sehr gut verträglich sind und nach kurzer Zeit wieder aus dem Organismus ausgeschieden werden. Wir werden für Sie, abhängig von dem geplanten Eingriff, das beste und schonendste Verfahren auswählen.
Analgosedierung
Bei diesem schmerzfreien Schlaf bekommen Sie Narkosemittel über den Venenzugang, eine Maske oder Sonde zugeführt. Die Tiefe des Schlafes ist unterschiedlich steuerbar und auch von der Art des Eingriffs abhängig.
Allgemeinanästhesie (Maskennarkose / Larynxmaskennarkose / Intubationsnarkose)
Bei dieser umgangssprachlich auch Vollnarkose genannten Narkoseform ist die Narkose so tief, dass Sie während Ihres Schlafes eine Atemhilfe benötigen. Diese Atemhilfe können wir etwa über eine Gesichts-Maske (Maskennarkose) durchführen. Bei einer Larynxmaskennarkose wird eine Larynx-/Kehlkopf-Maske über den Mund in den Rachenbereich eingeführt wird, bei einer Intubationsnarkose wird ein Beatmungsröhrchen, ein sogenannter Tubus, in den Eingang der Luftröhre eingelegt.
Lokalanästhesie
Hierbei wird das Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) direkt in das Operationsgebiet gespritzt. Dabei bleibt der Patient wach und ansprechbar, spürt aber keine Schmerzen. Dieses Verfahren kann mit einem Beruhigungsmittel (Sedierung) oder einer Allgemeinanästhesie kombiniert werden.
Regionalanästhesie (axilläre Plexusblockade/ i.v. Regionale/Nervenblockaden)
Hierbei wird das Betäubungsmittel in die Nähe der Nerven gespritzt, die den Operationsbereich versorgen. Dadurch ist auch die Bewegungsfähigkeit des betäubten Körperteils vorübergehend eingeschränkt. Auch dieses Verfahren kann mit einer Sedierung oder Allgemeinanästhesie kombiniert werden

Kindernarkose
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen!
Zusätzlich bieten wir Ihnen auf Wunsch bei einer Allgemeinanästhesie EEG-gesteuerte und Akupunktur-gestützte Narkosen an.
Bei ihnen ist besondere Umsicht und Aufmerksamkeit gefordert. Dem tragen wir durch unsere langjährige Erfahrung in der Kinderanästhesie und unserem Facharztstandard Rechnung!
Wenn möglich erklären Sie Ihrem Kind in einfachen Worten, dass wir so etwas wie das Sandmännchen sind und dass Ihr Kind von uns einen Schlaf bekommt, währenddessen es wieder gesund gemacht wird. So kann sich Ihr Kind etwas besser auf die ungewohnte Situation einstellen. Gerne kann Ihr Kind auch ein Kuscheltier mitbringen.
Wenn Ihr Kind Fieber hat oder stark verschleimt ist, ist eine elektive (nicht-notfallmäßige) Narkose in der Regel nicht möglich.
Bitte achten Sie auf die Nüchternzeiten !
- Bis zu 6 Stunden vor der Narkose darf Ihr Kind noch eine kleine Mahlzeit oder ein Glas Milch zu sich nehmen, danach auch keinen Kaugummi, Gummibärchen oder Bonbons mehr!
- Bis zu 2 Stunden vorher darf Ihr Kind noch ein Glas Wasser oder Tee trinken.
- Bitte bringen Sie wichtige Untersuchungsbefunde und den ausgefüllten Fragebogen zum Aufklärungsgespräch mit.
Wir werden das für Ihr Kind am besten geeignete Narkoseverfahren wählen.
Wenn Sie vorab Fragen haben kontaktieren Sie uns bitte!
Ihr Termin wird etwa 30 Minuten vor dem Termin des Eingriffs liegen, damit wir Ihrem Kind zur Prämedikation einen Beruhigungssaft geben können, der ihm die Angst nimmt und es müde macht. Gleichzeitig werden wir eine Betäubungssalbe auf den Handrücken oder in den Ellenbeugen verteilen, damit die Venenpunktion für Ihr Kind schmerzfrei ist.
Die Narkoseeinleitung kann wahlweise durch das Einatmen eines Inhalationsanästhetikums über eine Maske oder über die Gabe von Medikamenten in einen Venenzugang erfolgen. Wenn Ihr Kind über die Maske einschläft, legen wir den Venenzugang, wenn es eingeschlafen ist.
Während der gesamten Narkose werden alle wichtigen Körperfunktionen ständig überwacht. Nach der Narkose bleiben Sie mit Ihrem Kind noch eine zeitlang im Aufwachzimmer. Bitte achten Sie zu Hause darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt und stellen Sie für 24 Stunden eine häusliche Betreuung sicher.
Bei keinem medizinischen Eingriff kann man alle Risiken ausschließen (s.u. Risiken).
Insgesamt ereignet sich aber bei Zehntausenden von Anästhesien nur ein folgenschwerer Anästhesiezwischenfall. Wenn Sie die Nüchternzeiten beachten und Ihr Kind gut vorbereitet und möglichst infektfrei zur Narkose kommt, haben Sie optimale Voraussetzungen geschaffen.
Risiken
Bei keinem medizinischen Eingriff ist es möglich alle Risiken auszuschließen!
Unsere Gemeinschaftspraxis für Anästhesie in München ist Mitglied im Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA).
Ausführliche, allgemein verständliche Information, Fragen und Antworten rund um das Thema Anästhesie finden Sie auf den Patientenseiten des BDA:
Durch sorgfältige Vorbereitung, Einhalten der Verhaltensregeln und ununterbrochene Überwachung der Körperfunktionen können diese Risiken aber minimiert werden. Ernste Komplikationen treten sehr selten auf. Trotzdem kann es auch bei größter Sorgfalt zu Komplikationen kommen, die in Einzelfällen auch lebensbedrohlich sein können.
Eine dezidierte und individuelle Einschätzung und Aufklärung über die Risiken einer Narkose wird im ärztlichen Gespräch stattfinden. Im Allgemeinen sind drei Punkte hervorzuheben:
Medikamente können auch unerwünschte Wirkungen hervorrufen – diese können u.a. sein Übelkeit und Erbrechen, allergische, Kreislauf- oder Stoffwechselreaktionen. Wir verwenden modernste Medikamente, deren Verträglichkeit untersucht und erwiesen ist. Gerade in Bezug auf das Auftreten von Übelkeit sind heutzutage Risikofaktoren bekannt, anhand derer wir Vorsorge treffen können. Das Auftreten einer anderweitigen schweren Reaktion ist unwahrscheinlich, kann jedoch nicht völlig ausgeschlossen werden. Im Falle einer solchen Reaktion verfügen wir über die volle (Notfall-)Ausrüstung, um auch solche Situationen behandeln zu können.
Beatmung: Im Zusammenhang mit der je nach Eingriff und Narkoseverfahren gegebenenfalls erforderlichen Beatmung müssen auch die Atemwege gesichert werden. Damit assoziiert sind ebenfalls Risiken. Dazu zählen: Verletzungen von anatomischen Strukturen im Bereich der oberen Atemwege; Aspiration (Einsaugen von Flüssigkeiten oder Fremdkörpern über die Atemwege – aus diesem Grunde ist es wichtig, die Zeiten der Nüchternheit einzuhalten; Schluckbeschwerden oder Heiserkeit und – insbesondere bei chronischen Erkrankungen der Lunge – auch Belüftungsstörungen.
Als routinierte Fachärzte verfügen wir über langjährige Erfahrung und sind im Umgang mit der Beatmung sicher. Dies gilt auch für den schwierigen Atemweg und Atemwegserkrankungen. Auch hier halten wir die im Notfall erforderliche Ausrüstung stets vor.
Wachzustände während des Eingriffes: Wir werden während Ihres Eingriffes ständig die Narkosetiefe überprüfen und anpassen. So sorgen wir uns ständig um Ihre Sicherheit und tragen auch dafür Sorge, dass Sie nicht während des Eingriffes, sondern erst danach aufwachen werden! In besonderen Fällen verfügen wir über die Möglichkeit, die Narkosetiefe zusätzlich mit einem EEG (Elektroenzephalogramm) zu überwachen.

IgeL und Honorarleistungen
Informationen zu den von uns angebotenen individuellen Gesundheitsleistungen (IgeL) und gesonderten Honorarleistungen
Wir bieten Ihnen als Patient eine kleine Auswahl an zusätzlichen Leistungen außerhalb der Regelversorgung an.
Es handelt sich dabei ausschließlich um medizinische Angebote, von denen wir persönlich überzeugt sind, deren Wirkung belegbar ist und / oder eine deutliche medizinische Verbesserung bedeuten.
Bitte beachten Sie
- nicht alle Zusatzleistungen sind überall verfügbar
- werden nicht von allen Kollegen angeboten
- sind im Einzelfall nicht sinnvoll in der Anwendung
Wir beraten Sie gerne diesbezüglich.
