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Phobie

Die Angst vor dem Zahnarzt lässt sich überwinden.

Wenn der Zahnarztbesuch auf die lange Bank geschoben wird …

Schätzungen zufolge leiden etwa 8 – 10 Millionen Menschen in Deutschland unter extremer Angst vor dem Zahnarzt. Gemeint ist hier nicht nur ein allgemeines Unbehagen, das die meisten Menschen beim Zahnarztbesuch kennen, sondern wirkliche Panik. Die Symptome einer solchen ausgeprägten Angst reichen von Unruhe, Schwindel, Schweißausbrüchen, Übelkeit, Zittern über Herzrasen bis hin zum Kreislaufkollaps. In ihrer Verzweiflung kämpfen die Leidtragenden mit Depressionen oder flüchten sich in Schmerzmittel- bzw. Alkohol-Abhängigkeit. Die Patienten quälen sich mit dauernden Zahn- und Kopfschmerzen, immer wiederkehrenden Infekten und peinlichem Mundgeruch herum. Weil sie sich ihrer ruinösen und schwarz verfärbten Zähne schämen, sind soziale Isolation und vor allem die Vermeidung intimer Kontakte nicht selten.

Die Probleme werden in einer Art Teufelskreis immer wieder verstärkt. Häufig liegt eine schwere seelische Verletzung oder ein schmerzhaftes Erlebnis zugrunde, wie z.B. in früher Kindheit bei der ersten Begegnung mit dem Zahnarzt. Diese belastenden Erinnerungen können unbewusst gespeichert sein und sind Grund genug, in späteren Zeiten den Zahnarztbesuch oft über viele Jahre hinaus zu schieben, und das trotz ständiger heftiger Zahnschmerzen. Unausweichliche Folge ist natürlich, dass der Zustand der Zähne immer katastrophaler wird.

Ein guter Biss ist gut für die Gesundheit

Dabei rauben schlechte Zähne nicht nur die Lebensenergie und stören das seelische Gleichgewicht, sondern können auch zu anderen gesundheitlichen Folgekrankheiten führen. Wussten Sie, dass Patienten mit chronischer Entzündung des Zahnbettes fünf mal häufiger an Arterienverengung und neun mal häufiger an Herzinfarkt oder Schlaganfall leiden als Gesunde? Die schwere Angst vor dem Zahnarzt, in der Fachsprache „Oral-Phobie“ genannt, muss als psychisches Problem erkannt werden, um ihm gezielt zu begegnen.

Behandlungsgemeinschaft Zahnarzt-Angst

Daher haben sich in München mehrere Zahnärzte, Kinderzahnärzte, Narkoseärzte und Schmerz-Therapeuten zur „Behandlungsgemeinschaft Zahnarzt-Angst“ zusammengeschlossen. Die Ärzte haben seit vielen Jahren Erfahrung im Umgang mit den speziellen Problemen dieser Patienten. Dr. med. Dipl.-Ing. Andreas Müller, Facharzt für Anästhesie, hat die Gemeinschaft ins Leben gerufen: „Angst vor dem Zahnarzt zu haben ist menschlich und keine Schande. Mit ihren Ängsten werden die Betroffenen aber oft allein gelassen und fühlen sich bedroht oder hilflos. Unser Ziel ist es, sie zu verstehen und ihnen Mitgefühl entgegen zu bringen, und die Angst vor der Zahnarzt-Behandlung wirklich ernst zu nehmen. Wir helfen ihnen mit unseren Behandlungskonzepten, um den Gang zum Zahnarzt zu erleichtern oder überhaupt erst zu ermöglichen.“ Im Umgang mit der Zahnarzt-Angst gibt es eine ganze Reihe von therapeutischen Möglichkeiten wie z.B. Entspannungstherapien, Gesprächs- oder Verhaltenstherapie, Akupunktur, Hypnose u.a. Bei sehr großer Angst hilft oft nur noch eine Behandlung in Narkose.


Deutsche Gesellschaft für Narkose in der Zahnmedizin (Narkodent)

KEINE ANGST VOR DEM ZAHNARZT.

Heute gibt es glücklicherweise Spezialpraxen die eine angst- und schmerzfreie Behandlung ermöglichen. Unser Verein betreibt Information und Aufklärung für Patienten. Wir schulen interessierte Ärzte und Zahnärzte in der Behandlung von Patienten mit Zahnarztangst und Zahnarztphobie.

Die telefonische Beratung

Angststörungen gehören zu den psychischen Problemen, die in den letzten Jahren an Häufigkeit und Bedeutung zugenommen haben. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bis zu 15 Prozent aller Menschen irgendwann einmal in ihrem Leben an einer Angststörung erkranken, die ihr Leben und das ihrer Umwelt oft stark belasten. Dabei gehört die Angst vor einer zahnärztlichen Behandlung zu den verbreitetsten Ängsten. Sie sehen also, Sie sind nicht allein.. Haben Sie erst einmal Kontakt aufgenommen, haben Sie auch schon den schwierigsten Schritt für Sie geschafft. In einem gemeinsamen Gespräch mit unserer Rezeptionistin wird die für Sie optimale Spezialpraxis gefunden. Hier wird dann mit Ihnen die weitere Behandlung vereinbart.

Die Spezialpraxen

Die Erfahrung und Ausbildung der Behandler gewähren Ihre Sicherheit. Es werden von uns nur Praxen empfohlen, die sich auf den täglichen Umgang mit phobischen Patienten und Narkosebehandlungen seit Jahren spezialisiert haben. Aufeinander eingespielte Teams von Zahnärzten, Narkoseärzten, Chirurgen, und Zahntechnikern sind die Voraussetzung für ein entspanntes Miteinander von Patienten und Behandler. Unsere Behandlungsteams bieten das gesamte Spektrum der konservierenden, prothetischen und chirurgischen Zahnheilkunde. So ist es möglich, dass in einer Sitzung alle zahnmedizinisch notwendigen Maßnahmen ergriffen werden und sie nicht von einem Spezialisten zum nächsten überwiesen werden müssen. Dies ermöglicht Ihnen, dass in der Regel nur ein bis zwei Narkosetermine notwendig sein werden.

Die Behandlungsplanung

Das Schwierigste ist für Sie nun bereits geschafft. Die Kontaktaufnahme mit der Praxis ist erfolgt und dies ist für Patienten mit Zahnarztphobie meist die größte Hürde. Um Ihnen dies so leicht wie möglich zu machen, findet dieser erste Termin in einer ruhigen, entspannten Atmosphäre statt. Da wir aus langjähriger Erfahrung wissen, wie problematisch für Sie allein das Betreten einer Praxis und der Aufenthalt in ihren Räumen ist, sind wir bestrebt, Ihnen jede unnötige Wartezeit zu ersparen. Unser Team zeichnet sich durch einen sehr sensiblen Umgang mit Angstpatienten aus und begegnet Ihnen mit viel Verständnis. Unsere Ärzte, die mit dem oft jahrelangen Leiden der von Phobie geplagten Patienten vertraut sind, wissen, daß Vorwürfe wegen der vernachlässigten Mundhygiene hier fehl am Platz sind. Sie werden in unseren Spezialpraxen kein Wort der Kritik finden, stattdessen eine wohltuend konstruktive Atmosphäre, getragen von Verständnis und dem gemeinsamen Willen, den Patienten zu neuem ästhetischen Wohlbefinden zu verhelfen – mit einem ansprechend sanierten, schmerzfreien Gebiß. Nach dem Gespräch und der erforderlichen Diagnostik, wie zum Beispiel Röntgenaufnahmen, erfolgt gemeinsam mit Ihnen die Planung der weiteren Behandlung. Die erste Untersuchung wird von Ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse bezahlt und legt die weitere Vorgehensweise fest. Für die weitergehende Behandlung in Narkose wird ein detaillierter Behandlungsplan und ein privat-zahnärztlicher bzw. privat-ärztlicher Kostenvoranschlag erstellt. Auf Grund der aufwendigen Behandlung ist eine Abrechnung mit gesetzlichen Krankenkassen hier leider nicht möglich.

Die Narkose

Das Risiko einer Narkose bei gesunden Patienten ist heutzutage sehr gering und kaum höher als das Risiko einer örtlichen Betäubung durch den Zahnarzt. Dies liegt an der Weiterentwicklung der neuen Narkosemittel, die eine bessere Verträglichkeit für den Patienten, schnellere Ausscheidung aus dem Organismus und geringere Nebenwirkungen garantieren. Die Narkose wird in unserem Team von einem erfahrenen Facharzt für Anästhesie nach den modernsten medizinischen Erkenntnissen und höchstem Sicherheitsstandard durchgeführt. Die Dauer der Narkose kann problemlos auf mehrere Stunden ausgedehnt werden, so dass der Patient auch bei langwierigen und aufwendigen Behandlungen die Anzahl der Zahnarzt-Besuche deutlich reduzieren kann.

Die zahnärztliche Behandlung

Die Narkose stellt für Sie einen Segen dar. Sie schlafen entspannt ein, und für Ihre Behandler ist eine zahnärztliche und technisch optimale Behandlung möglich. In der Regel sind ein oder zwei Narkosetermine notwendig. Eine genaue Planung und ein perfektes Zusammenspiel zwischen Anästhesist, Zahnarzt und Techniker sind für diese Termine Voraussetzung. Nach der Behandlung erwachen Sie langsam aus der Narkose. Schmerzmittel, welche Sie noch während der Narkose erhalten haben, verhindern Schmerzen und Schwellung weitgehend. Nach ein oder zwei Narkoseterminen ist die zahnärztliche Behandlung meist abgeschlossen. Erfreulicher Weise sind in fast allen Fällen spätere Kontrolltermine dann schon ohne größere Überwindung für Sie möglich.


Die Zahnarzt-Angst in den Medien

Hoher Qualitätsstandard bei ambulanten Operationen (ÄKBV)

München, 22. Juli 2002: Die Zahl der Komplikationen bei ambulanten Operationen ist in den vergangenen vier Jahren um die Hälfte zurückgegangen. Inzwischen verlaufen demnach 99,4 Prozent aller ambulanten Eingriffe völlig ohne Komplikationen. Diese Ergebnisse einer Auswertung von Basisdaten zum ambulanten Operieren teilte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) heute in München mit. Ein weiteres positives Ergebnis: Praxisbegehungen haben gezeigt, dass der Großteil der ambulant operierenden Ärzte von der technischen und apparativen Ausstattung her höchsten Qualitätsansprüchen genügt. Sämtliche Praxen, bei denen sich Mängel zeigten, haben diese inzwischen beseitigt. „Die Ergebnisse der Studie stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass ambulante Operationen sinnvoll und bei entsprechender Diagnose uneingeschränkt zu empfehlen sind“, so Dr. Axel Munte, Vorstandsvorsitzender der KVB. Die vorgelegten Daten stammen aus einer Erhebung, die im Rahmen des seit Oktober 1998 laufenden Strukturvertrags zum ambulanten Operieren durchgeführt worden war. Der Vereinbarung zwischen KVB und den bayerischen Krankenkassen haben sich inzwischen rund 1450 Ärzte angeschlossen. Das ist fast die Hälfte aller Ärzte, die in Bayern ambulante Operationen anbieten und abrechnen können. In Zukunft soll es dank neuartiger Dokumentationsbögen auch möglich sein, die Qualität der Behandlung der Patienten messbar zu machen. Dr. Wolfgang Hoppenthaller, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der KVB, erklärte: „So setzen wir ein Zeichen, dass wir Vertragsärzte uns unserer Verantwortung um die Qualitätssicherung bewusst sind und diese aus eigener Kraft gewährleisten können. „Medizinische Eingriffe, die ambulant durchgeführt werden können, sind beispielsweise Leistenbruch- oder Krampfaderoperationen, die Operation des grauen oder grünen Stars sowie Bauchspiegelungen. Wie die aktuelle Auswertung zeigt, ist bei den Ärzten, die viele ambulante Operationen durchführen, die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen vergleichsweise gering. Insofern wiegt es umso schwerer, dass die Anzahl der gängigsten ambulanten Operationen in Bayern im Jahr 2001 gegenüber dem Vorjahr mit 257.000 um rund 14 Prozent gesunken ist. Auch die Zahl der ambulant operierenden Ärzte ist im letzten Jahr leicht zurück gegangen. Dieser Trend sei außerordentlich bedauerlich, wie die beiden Vorstandsvorsitzenden feststellten: „Die Krankenkassen müssen die ambulanten Operationen endlich angemessen vergüten. Dann steigt auch wieder die Quote der durchgeführten Eingriffe und die Zahl der Kolleginnen und Kollegen, die diese anbieten, nimmt zu. Nachdem die Kosten im ambulanten Bereich im Vergleich zu einem Aufenthalt im Krankenhaus geringer sind, müssten die Krankenkassen daran eigentlich großes Interesse haben.“ In einer gemeinsamen Aktion haben der Landesverband der Ambulanten Operateure (LAOB), der Bayerische Hausärzteverband (BDA) und die KVB im vergangenen Jahr für die Vorteile der ambulanten Operationen geworben. „Die Hausärzte spielen bei der Vorbereitung und der Nachbetreuung eine wichtige Rolle. Das Ziel ist es, in Kooperation mit den Fachärzten den Patienten, die ambulant operiert werden, die bestmögliche Behandlung zu bieten“, so Dr. Hoppenthaller.

Keine Angst mehr vorm Zahnarzt! - Jetzt auch in München: Zahnbehandlung im Schlaf (tz)

Die Spritze sticht, der Bohrer pfeift, der Sauger gurgelt. Wer geht schon gern zum Zahnarzt? Niemand! Ist ja auch kein Wunder. Fast immer wird es unangenehm. Und meistens tut es weh. Rund 70% der Patienten haben Angst vor dem Zahnarzt. Doch das ist ganz normal. Sagt Dr. Wolfgang Morche(43). Der ist selbst Zahnarzt und weiß: „Die Patienten kommen ungern. Aber sie kommen.“ Vernunft besiegt Angst. Nicht mehr ganz normal ist es jedoch, wenn die Angst vor em Zahnarzt so stark wird, dass der Patient überhaupt nicht mehr hingeht. Das gibt es auch. Fachleute nennen es „Zahnarzt-Phobie“. Angst besiegt Vernunft. Symptome wie Zittern, Schweißausbrüche, Herzrasen, Übelkeit und Panikattacken bis hin zum Kreislaufkollaps treten nicht nur im Zahnarztstuhl, sondern schon im Wartezimmer oder sogar bereits im Lift oder vor der Praxistür auf. Über 50 000 Münchner sind davon betroffen. Sie machen jahrelang einen großen Bogen um jedes Zahnarztschild. Und wenn der Schmerz auch noch so hämmert: Er wird betäubt. Mit Tabletten, manchmal auch mit Alkohol. Man lächelt nur noch mit geschlossenen Lippen. Küssen verboten. Wird schon irgendwann vergehen. Vergeht aber nicht. Ein Loch im Zahn verschließt sich nun mal nicht von selbst. Und je länger man wartet desto größer wird der Schaden. Dann muss der Doktor noch mehr bohren. Die Angst wird dadurch immer größer. Ein Teufelskreis. Aus diesem Teufelskreis hat Dr. Morche jetzt einen Ausweg gefunden: Die Zahnbehandlung im Tiefschlaf. Unter sanfter Vollnarkose. Der Patient spürt absolut nichts. Und wenn er wieder aufwacht, ist alles vorbei. Das funktioniert, seit Dr. Morche mit einem Narkosearzt zusammenarbeitet. Der heißt Dr. Andreas Müller (49) und sagt: „Wir wählen zur Zahnbehandlung eine oberflächliche Narkose, die längst nicht so tief ist wie bei einer Bauchoperation im Krankenhaus. Die modernen Narkosemittel sind heute außerdem viel schonender und verträglicher als noch vor fünf oder zehn Jahren. Die Betäubung lässt sich ganz exakt so steuern, dass der Patient gerade noch gut schläft, aber absolut keine Schmerzen spürt. Meist beatmen wir ihn künstlich. Doch zum Ende der Behandlung wacht er pünktlich wieder auf, kann sich normalerweise an nichts erinnern und ist schmerzfrei. Nach etwa einer Stunde dürfen die Patienten wieder nach Hause, am besten in Begleitung. Nur selber Auto fahren ist nicht erlaubt.“ Die Risiken der modernen Zahnarzt-Narkose sind heute kaum größer als bei einer normalen Schmerzspritze, die der Patient ohnehin erhalten würde. Natürlich wird er vorher untersucht ob bestimmte Erkrankungen eine Narkose ausschließen. Dazu gehören unter anderem bestimmte Herz- und Lungenkrankheiten sowie einige besondere Allergien. Die Zahnarzt-Phobie ist ein ernstes psychisches Problem. Es rohen nicht nur Schäden an Zähnen, Zahnfleisch und Kiefer. Verfaulte Zähne sind ein idealer Nährboden für Bakterien und Erreger, die auf Organe übergreifen können. Dr. Morche nennt noch einen Vorteil, der Zusammenarbeit mit dem Anästhesisten: „Wir können unter Narkose nicht nur Zähne ziehen, Wurzeln behandeln und Implantate einsetzen, sondern ein komplettes Gebiss in einer einzigen Sitzung schmerzfrei sanieren. Das dauert zwar bis zu acht Stunden. Aber es tut nicht weh und der Patient hat dann alles hinter sich. Früher brauchte man dazu mehrere unangenehme Termine.“

Die Zahnbehandlung im Schlaf hat sich in München herumgesprochen. Dr. Morche und Dr. Müller behandeln Mittlerweile zwischen 200 und 300 Patienten pro Jahr gemeinsam. Fast jeder fünfte Patient in der Praxis von Dr. Morche wünscht sich bereits die Narkose. Weil sie keine Kassenleistung ist, muss er die Kosten dafür jedoch meist selber tragen. Sie liegen je nach Narkosedauer zwischen 500 und 1500 Euro. Doch das ist es den Patienten wert. Denn wer kann schon über seinen Zahnarzt sagen: „Er hat zwar kräftig gebohrt. Aber es hat überhaupt nicht wehgetan.“

Beim Bohren träume ich vom Urlaub 

Für Lydia Pöppel (40) war bis vor kurzem jeder Zahnarztbesuch der reinste Horror: „Ich hatte schon Termine und bin immer wieder vor der Tür umgekehrt“, schildert die Münchner Sekretärin ihre extreme Zahnarzt-Angst. Der Grund war ein Erlebnis in der Jugend: „Mit 13 kam ich wegen einer akuten Vereiterung in die Zahnklinik. Ein grober Arzt schnitt mir ohne Spritze das Zahnfleisch mit dem Skalpell auf. Es tat mörderisch weh. Das war mein Schlüsselerlebnis. Seitdem hatte ich Panik vor jedem Zahnarzt, ging nur alle fünf Jahre, wenn es sich gar nicht mehr vermeiden ließ. Meine Zähne waren entsprechend schlecht. Erst bei Dr. Morche habe ich wieder Vertrauen in die Zahnmedizin gefunden. Ich gehöre jetzt zu seinen Narkose-Patienten, habe schon fünf Narkosen hinter mir. Vor dem Einschlafen soll ich immer an etwas besonders Schönes denken. Fünf Sekunden später bin ich schon weg. Beim Bohren träume ich dann oft vom Urlaub. Seit ich weiß, dass die Behandlung nicht mehr weh tut, habe ich auch keine Probleme mehr, die Praxis zu betreten. Eine ideale Methode für Menschen mit Zahnarzt-Phobie.“

Infos erteilt die Gesellschaft für Narkose in der Dentalmedizin (Narkodent), Telefon 089-340829020 oder im Internet www.mkg-schwabing.de

Mund auf - ohne Angst (fit for fun)

Sie gehen ungern zum Zahnarzt? Immerhin: Sie gehen. Wer dagegen unter Behandlungsphobie leidet, meidet oft jahrelang jede Praxis. Wir sagen, wie Sie Ihren kleinen und großen Ängsten den Zahn ziehen.

Stellen Sie sich vor, es bohrt , und Sie merken rein gar nichts. So erging es Brigitte Brokmann (46) aus Garbsen. Sie suchte ganze 32 Jahre nach einem Weg aus der Angstfalle. Stand etliche Male vor einer Praxistür, schweißgebadet and der Hand ihres Mannes, und trat doch nicht ein. Oder wurde – weil ein zu schwieriger Fall – wieder nach Hause geschickt. Ihr Retter war der Münchner Zahnarzt Dr. Michael Leu, Vorsitzender der „Deutschen Gesellschaft für Zahnbehandlungsphobie“ (DGZP). Er behandelt Patienten unter Vollnarkose. Gewissermaßen der letzte Ausweg. „Natürlich wäre eine psychologische Betreuung für solche Patienten sinnvoll, aber wenn sie zu mir kommen, sind die Schäden an den Zähnen oft bereits so groß, dass die Behandlung keinen Aufschub duldet.“ Angeblich hilft die Vollnarkose den meisten Phobiepatienten sogar über ihr Trauma hinweg. „Etwa 80 Prozent verlieren die Angst vor weiteren Behandlungen.“ So auch Brigitte Brokmann: „Als ich die Nachbehandlung hinter mir hatte – ohne Narkose -, habe ich vor Stolz geweint.“ Laut Dr. Leu zeigt das, unter welchem Druck viele Patienten mit ihrer Angst stehen. Und deshalb fordert er nicht mehr mehr Einfühlungsvermögen von Seiten der Zahnärzte, sondern auch eine psychologische Schulung während ihrer Ausbildung.

Damit wir auch morgen noch brav den Mund aufmachen.

Angst vor Zahnarzt manchmal krankhaft (Münchner Merkur)

Sie kommen schlagartig, verursachen Schweißausbrüche und sind rational nicht zu erfassen. Sie befallen Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten und Berufsgruppen, gestandene Manager genauso wie Sekretärinnen oder Hausfrauen. Die Rede ist von unkontrollierten Panikattacken, die nach Schätzungen der Wissenschaftler rund sechs bis 14 Prozent der Deutschen befallen, wenn sie nur an den Zahnarzt denken.

Dazu zählen nicht diejenigen Patienten, die ein normales Maß an Scheu oder Angst vor dem Zahnarztbesuch haben, sondern diejenigen, deren extreme Angst so unüberwindbar groß ist, daß sie jeden Besuch beim „Zahnarzt“ vermeiden – und das seit Jahrzehnten. Dafür nehmen sie körperliche Schmerzen in Kauf, die – steigen sie ins Unerträgliche – mit Medikamenten oder Alkohol betäubt werden. Fast professionell verändern sie im Laufe der Zeit ihre Mimik, um bei Sprechen oder Lachen ihrem Gegenüber bloß nicht die Zähne zu zeigen.

Die Deutsche Gesellschaft für Zahnbehandlungsphobie (DGZP) e. V. mit Sitz in Vaterstetten (Lk. Ebersberg) will diesen Menschen, die an der sog. Zahnarztphobie leiden, helfen. Mit Behandlungen bzw. „Sanierungen“ unter Vollnarkose will sie den Betroffenen einen schmerzfreien Weg aus Ihrem Trauma ermöglichen – ein Hoffnungsschimmer für die Frauen und Männer, die sich mit ihren Ängsten oft unverstanden fühlen. In Zusammenarbeit mit der Christoph-Dornier-Stiftung in Münster unterstützt die DGZP wissenschaftliche und zahnärztliche Einrichtungen bei der Erforschung und Therapie der Phobie. Das vorrangige Anliegen, das DGZP-Vorsitzender Dr. Michael Leu, selbst Zahnarzt, sieht: Die körperliche und seelische Gesundheit des Phobie-Patienten wiederherstellen. Denn laut Leu vermeiden diese nahezu jede professionelle Hilfe – sei es zahnärztliche oder psychotherapeutische.

Wagen sie sich schließlich nach Jahren doch zum Zahnarzt, bleibe zur schmerzfreien Behandlung der oft „riesigen Schäden“ nur die Vollnarkose. Damit ginge bei 80 bis 90 Prozent der Phobiepatienten auch die Angst vor weiteren Behandlungen verloren. Leu: „Wenn die Narkose sachgemäß angewandt wird, ist sie nach heutigen Untersuchungen unbedenklich. Sie hat dasselbe Risiko wie die Lokalanästhesie.“

Vor der Behandlung füllen die Phobie-Patienten einen Test aus, mit dem der Grad ihrer Angstzustände eingestuft werden kann. Es sei erstaunlich, mit welch großer Offenheit die Patienten die Fragen beantworten. „Sie entschuldigen sich fast, daß sie Angst haben,“ so Leu. Die Ursache dafür liegt oft in der Vergangenheit. Entweder der Patient hatte einmal ein schmerzvolles Erlebnis oder schon die Eltern hatten Angst vor dem Zahnarzt.

Das Defizit in der psychologischen Ausbildung seiner Berufskollegen sieht Leu auch als Grund dafür, daß viele den Angstgrad von Phobiepatienten unterschätzen und mit Kommentaren wie „Jetzt stellen sie sich doch nicht so an“ abtun. Zahnärzte würden zwar in ihren handwerklichen Fähigkeiten ausgebildet, doch weder während noch nach dem Studium hätten sie die Möglichkeit, sich psychologisch schulen zu lassen.

Die finanzielle Kehrseite der Zahnarzt-Verweigerung ist für die Phobie-Patienten nicht gerade berauschend: Diese Art der Zahnarztbehandlung ist sehr teuer und wird von den Krankenkassen meist nicht übernommen. Doch das Finanzielle dürfe nicht im Vordergrund stehen, meint Leu. Denn: „Letztlich ist jeder für seine Zähne selbst verantwortlich.“ Eine Liste der Zahnärzte, die mit Vollnarkose behandeln, kann über die DGZP unter der Telefonnummer 0171/748 00 05 angefordert werden.

Zahnarzt für Angsthasen (Abendzeitung)

Vollnarkose wirkt: Münchner Mediziner behandelt nur Phobie-Patienten

Niemand geht gerne zum Zahnarzt. Bis zu 14 Prozent aller Männer und Frauen haben sogar eine echte Zahnarztphobie und deswegen seit Jahren ihr Gebiss nicht mehr behandeln lassen. Der Münchner Zahnarzt Dr. Michael Leu (57) ist der erste, der in seiner Praxis ausschliesslich Phobie-Patienten behandelt.

„Ich bin seit 13 Jahren nicht mehr in einer Zahnarztpraxis gewesen. Das Ergebnis trotz intensiver Pflege: drei abgebrochene Backenzähne. Ich weiss, dass ich schleunigst eine Behandlung brauche und möchte auch gerne wieder ein ganz normaler Patient werden. Die letzten Zahnarztbesuche endeten in der Regel damit, dass ich bewusstlos auf dem Behandlungsstuhl lag.“ Diese E-Mail eines 33-jährigen Münchners bekam Michael Leu gestern, ihm schreiben mehr als 100 Phobiepatienten am Tag. Sie bekommen beim Zahnarzt Herzrasen, Übelkeit und Brustschmerzen, haben Atemnot oder werden ohnmächtig. Die Angst vor einer Zahnbehandlung ist so gross, dass sie zum Teil zehn Jahre und mehr keine Praxis mehr betreten haben. Mit verheerenden Folgen: Das Gebiss ist schwer sanierungsbedürftig, Zähne sind unansehnlich oder bereits ausgefallen. „Der Leidensdruck der Patienten ist ungeheuer gross“, sagt Dr. Michael Leu. „Zum Teil zerbrechen darüber Beziehungen oder entstehen gar nicht erst. Menschen mit kaputten Zähnen geraten schnell ins soziale Abseits.“

Leu hat sich in seiner Praxis ganz auf die zwanghafte Zahnarzt-Angst der Patienten eingestellt und eine eigene Behandlungstechnik für sie entwickelt. Am Telefon sitzt bei ihm keine Sprechstundenhilfe, sondern in der Regel er selbst. Erst wenn die Betroffenen einen Termin ausmachen möchten, müssen sie ihren Namen nennen. Vorher können sie sich auch anonym beraten lassen. Entschliesst sich ein Phobie-Patient zur Behandlung, dann kommt die so genannte Drei-Termin-Technik zum Einsatz, die Leu selbst entwickelt hat. „Wichtig ist, dass die Patienten nicht zurechtgewiesen, beschimpft oder beleidigt werden, auch wenn ihre Zähne in einem katastrophalen Zustand sind“, betont er. Beim ersten Termin sitzen sich Arzt und Patient auf ganz normalen Sesseln gegenüber. Wartezeiten gibt es für Phobiepatienten nicht. Leu führt ein ausführliches Gespräch, bei dem Patienten auch alles über ihre Ängste und ihre Lebensqualität äussern.

Anschliessend wird das Ausmass der Schäden diagnostiziert und ein Behandlungsplan erstellt. Beim zweiten Termin werden alle anfallenden Arbeiten in Vollnarkose erledigt. Eingriffe über fünf oder sechs Stunden sind keine Seltenheit. Beim dritten Termin kommt der Patient zur Nachbehandlung, bei der unter anderem Kronen eingesetzt werden. „In der Regel ist die Phobie dann verschwunden“, betont Dr. Leu.

Bohren, Schleifen und Füllen wie im Schlaf (Süddeutsche Zeitung)

Gebißsanierung unter Vollnarkose ist die letzte Rettung für Patienten, die sich in keine Praxis trauten

Die 28jährige Verena Berg (Name geändert) ist erfolgreich in ihrem Job, gut geschminkt und schick gekleidet. Während des Gesprächs lacht sie fröhlich und entblößt dabei eine Reihe makelloser Zähne. Noch vor einem Jahr hätte sie allerdings niemand so gesehen: „Ich habe nur noch mit geschlossenem Mund gelächelt und angefangen, mich vor den beruflichen Meetings zu drücken.“ Niemals wäre sie damals eine engere Freundschaft eingegangen: „Das habe ich mich nicht getraut. Ich dachte immer, umgekehrt möchte ich das auch nicht so gern.“ „Das“ waren braunschwarze, verfaulte Zähne mit Löchern, an manchen Stellen sogar nur noch wackelige Stumpen, und schwindendes Zahnfleisch. Verena Berg hatte nicht nur eine „normale“ Angst vor dem Zahnarzt, wie etwa 75 Prozent der Bevölkerung sie haben – Verena Berg litt an einer echten „Zahnarztphobie“.

„Es ist, als ob man zur Schlachtbank geführt wird“, erzählt eine Leidensgenossin von ihr. Die 54 Jahre alte Frau bekam schon auf dem Weg zum Zahnarzt Schweißausbrüche und Herzrasen. Auf dem Stuhl steigerten sich ihre Panikattacken so, daß sie fast kollabierte. „Ich wurde total hysterisch, und einmal rief ich, wenn Sie jetzt irgendetwas in meinem Mund machen, kotz ich Ihnen die Bude voll.“ Noch immer kommen der beherrschten Frau die Tränen, wenn sie sich an die entwürdigenden Situationen erinnert: „Dieser absolute Kontrollverlust ist natürlich auch peinlich.“

Dabei ist der Zustand gar nicht so selten: Einigen Studien zufolge leiden sechs bis 14 Prozent der Menschen unter einer Zahnarztphobie, manchmal verbunden mit anderen Angstsymptomen, manchmal auch als Einzelerscheinung. Viele riskieren, mit einem über Jahre hinweg „verschlampten“, häßlichen Gebiß ins soziale Abseits zu rutschen. „Der Bedarf an Hilfe ist unverhältnismäßig groß. Aber es gibt für sie nahezu keinen Ansprechpartner“, klagt ein Münchner Zahnarzt, der es sich zur Hauptaufgabe gemacht hat, in seiner Praxis dieses Klientel zu betreuen. 200 Angstpatienten kann er im Jahr helfen – mit aufwendigen Vorgesprächen, einer Stunden dauernden Zahnsanierung in Vollnarkose und einer Weiterbehandlung, die oft sogar ohne Betäubung erfolgen kann: „Es ist fast kurios. Nach einer einmaligen Narkose sind viele auf die übliche Weise behandelbar“. Auch die allgemeine Gemütslage und die psychosomatische Verfassung der Patienten würden sich nach bestandener „Mutprobe“ drastisch verbessern. Den Namen dieses Zahnarztes dürfen wir nicht schreiben; sein Berufsverband würde ihm wegen unerlaubter Werbung Schwierigkeiten machen.

Ratsuchende Patienten haben kaum Möglichkeiten, entsprechende Adressen herauszufinden. „Noch nie wurde jemand über den zahnärztlichen Bezirksverband Oberbayern geschickt“, berichtet der Zahnmediziner, obwohl dort eine Adressenliste für sogenannte schwerbehandelbare Patienten existiere. Seine beiden erfolgreich kurierten Patientinnen haben nur über Mundpropaganda von diesem Rettungsanker erfahren – nach einer Odyssee durch viele Sprechzimmer, nach fehlgeschlagenen Versuchen mit autogenem Training oder Hypnose, nach Jahren ohne Zahnarztbesuch und nach wochenlangen Schmerzen, die mit Medikamenten unterdrückt wurden. Auch der Versuch des Zahnarztes, eine „Angstambulanz“ („dental fear clinic“) nach dem Vorbild von New York, Tel Aviv oder Göteborg zu gründen, scheiterte hierzulande am Standesrecht.

Der Münchner Spezialist hat nicht nur das richtige „Händchen“ für die Ängstlichen und eine seriöse Ausstattung für Zahnsanierungen in Vollnarkose – die Anwesenheit eines Anästhesisten ist dabei selbstverständlich -, er hat mit einer Psychoanalytikerin auch einen „Phobie-Erhebungsbogen“ entwickelt. Darin wird nach verschiedensten Panikreaktionen und anderen Ängsten gefragt. Wer viermal mit „Ja“ antworten muß, ist Kandidat für die Narkose: „Denn entscheidend ist die einwandfreie Indikation, daß die zahnärztliche Sanierung nicht anders als in Allgemeinanästhesie gemacht werden kann.“ Ein so großer Eingriff – die längste Operation dauerte sieben Stunden – kostet Geld. Leider zahlt nach den Worten des Doktors die Krankenkasse nur selten oder nur einen Teilbetrag, weil der Phobiker in der Regel seiner Pflicht zum regelmäßigen Zahnarztbesuch nicht nachkommt. Dabei hätten gerade auch viele wenig Begüterte und behinderte Menschen Hilfe nötig. Über das spastisch gelähmte Kind eines Freundes, das er behandelte, kam der Zahnarzt vor Jahren zu seinem Spezialgebiet.

„Daß ich inzwischen zum Zahnarzt gehe, ohne patschnass zu sein und schon im Lift zu zittern, ist ein richtiges Wunder“. sagt Verena Berg. Längst ist sie „wieder“ zum Scherzen aufgelegt: „Ihrem“ Arzt schickte sie jüngst aus Kanada eine Ansichtskarte, die einen Biber zeigt – mit entblößtem makellosem Gebiss, zufrieden an einem Stöckchen kauend.

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